Abitur an der KPS

Die KPS ist ein sogenanntes G9-Gymnasium, führt also in der Sekundarstufe 1 die Jahrgangsstufen 5 bis 10 und wird diese mit den Jahrgangsstufen 11 bis 13 zum Abitur fortsetzen. Die Jahrgangsstufe 11 hat nach Oberstufenverordnung insbesondere im ersten Halbjahr kompensatorische Aufgaben. Sie soll die Schülerinnen und Schüler, die aus der Sekundarstufe 1 kommen, zusammenführen mit von außen hinzukommenden Schüler*innen und einen gemeinsamen Lernstand als Ausgangsbasis für die zweijährige Qualifizierungsphase sicherstellen.

Die KPS ist eine genehmigte Ersatzschule Sek I, die mit dem Schuljahr 2022/23 die dreijährige Wartefrist, die alle Privatschulen bis zum Beginn der staatlichen Ersatzschulfinanzierung absolvieren müssen, beendet hat. Zur abschließenden Anerkennung der Schule sind zwei Jahrgänge mit Externenprüfungen erforderlich, mit denen Privatschulen nachweisen, dass sie mindestens gleichwertig mit öffentlichen Schulen ausbilden. Dieser Nachweis wird 2023 erfolgen.

Bis zur Genehmigung einer eigenen Gymnasialen Oberstufe durch das Staatliche Schulamt legen die Schüler*innen, die aus der Jgst. 10 nach Jgst. 11 versetzt werden, das sogenannte Nichtschülerabitur ab. Dies erfolgt vor dem Prüfungsausschuss eines öffentlichen Gymnasiums. Die erste Abiturientin hat im Frühjahr 2021 auf diesem Weg ihr Abitur mit gutem Erfolg bestanden.

Das Nichtschülerabitur entspricht im Ergebnis vollständig dem Hessischen Landesabitur. Im Weg dahin unterscheidet es sich. Während die Schüler*innen der öffentlichen Schulen die Hälfte ihrer Abitursnote während der vier Halbjahre der Qualifizierungsphase erbringen, haben die Schüler*innen für die Externenprüfung die Zeit bis zur Prüfung, um ihre Leistungen zu verbessern und erbringen die volle Note während der Prüfung. Diese findet in acht Fächern statt im Vergleich zur internen Prüfung, die nach den Jahren der Qualifizierungsphase nur noch fünf Fächer umfasst. Eine umfassende Information der Schüler*innen und ihrer Familie sowie eine Begleitung der Prozeduren sind im laufenden Schulbetrieb und während der Abiturvorbereitung gewährleistet. 

Das Schuljahr 2022/23 wird mit einer 4-wöchigen „Expertisierungsphase“ eröffnet. In diesen Wochen haben alle Schülerinnen der Sek I und der Abteilung Abiturvorbereitung nur fremdsprachlichen Unterricht, und zwar in den ersten und zweiten Fremdsprachen ihrer Wahl (Englisch, Französisch, Spanisch, Latein) und – sofern in den obligatorischen Fremdsprachen mindestens befriedigende Leistungen erbracht werden – wahlweise in Chinesisch und Russisch. Für die Schüler*innen in der Abiturvorbereitung haben diese Expertisierungswochen die Aufgabe, das Sprachverstehen und die Sprachflüssigkeit soweit zu unterstützen, dass sie im gesellschafts- und naturwissenschaftlichen Bereich mit bilingualen Unterricht fortsetzen können.

Hier zwei Impressionen der 6-wöchigen „Expertisierungsphase“ zu Beginn des Schuljahrs 2021/22, die in der Abiturvorbereitung ganz der naturwissenschaftlichen Forschung vorbehalten war. Ziel war, die damals von langen Lockdowns ermüdeten Schüler*innen wieder zu aktivieren, aber auch, sie  an das wissenschaftspropädeutische Arbeiten der Oberstufe heranzuführen. Rahmenthema war der „Waldzustandsbericht der Stadt Frankfurt“. Die Expertisierungsphase wurde mit einer Facharbeit abgeschlossen, die im Rahmen der Abiturvorbereitung als Leistungsnachweis dient.

Mit dem Revierförster im Stadtwald

      

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.