Gymnasiale Oberstufe 2020/21

Die KPS ist ein sogenanntes G9-Gymnasium, wird also die Jahrgangsstufen 5 bis 13 (in der Sekundarstufe 1 in drei „Stufen“ zusammengefaßt) führen. Die Jahrgangsstufe 11 hat insbesondere im ersten Halbjahr kompensatorische Aufgaben: Sie führt die Schülerinnen und Schüler, die aus unserer Sekundarstufe 1 kommen zusammen mit von außen hinzukommenden Schülern und sichert einen gemeinsamen  Lernstand als Ausgangsbasis für die zweijährige Qualifizierungsphase. Diese vorbereitende Arbeit wird im zweiten Halbjahr fortgesetzt, nun aber bereits der besonderen Form der Oberstufe entsprechend als Kurssystem. Die KPS wird eine Profiloberstufe aufbauen: Je ein Leistungsfach wird fest mit zwei Grundkursen kombiniert und unter eine profilierende Thematik gestellt. Das erste der vier Profile entspricht dem Namensgeber unserer Schule, Karl Popper, drei weitere sind in Zusammenarbeit mit unseren Schülerinnen und Schülern in Vorbereitung:

  • Naturwissenschaft in der Verantwortung – Physik, Philosophie, Englisch
  • Digitale Kommunikation – Informatik, Mathematik, Psychologie
  • Zukunft Europa – Französisch/Spanisch, Politik/Wirtschaft, Geschichte
  • Leben in einer globalen Welt – Biologie, Englisch, Literatur (Deutsch)

Die Jahrgangsstufe 11 beginnt mit dem bevorstehenden Schuljahr im Sommer 2020.  Anmeldungen sind noch möglich.

Was macht man nur mit diesem Kind?

Ein zierlicher Sechsjähriger erklärt mir, dass das binäre Zahlensystem die Basis 2 und das Dezimalsystem die Basis 10 habe. Zum Spaß rechnet er eine im binären Alphabet geschriebene Botschaft in beiden Systemen aus und kichert über meine Frage, ob er nun gerade rechne oder eine neue Botschaft schreibe. Er hat den Grundschulstoff in allen Fächern hinter sich gelassen und geht in die Schule, um Freunde zu treffen. Nicht immer rettet das über die sinnlose Unterrichtszeit, so dass das Leiden an der Irrelevanz von Schule immer wieder belastet.

Deutschland hat kein Angebot für dieses Kind. Die Empfehlung des befragten Schuljuristen: Das Kind regulär in die erste oder zweite Klasse einzuschulen und zu warten, was geschieht … Es könne dann der Schulpsychologische Dienst mit der Aufgabe befasst werden, das sei der rechtlich vorgesehene Weg. Der Vorschlag führte nicht zur Entlastung der ratlosen Eltern.

Ende August 2018 haben sich Fachleute aus dem Kultusministerium, dem Staatlichen Schulamt Frankfurt und dem Institut für Leistungsentwicklung (IGL) zusammengesetzt und nach einer Lösung gesucht. Ein oder mehrere Sabbath-Jahre, die mit außercurricularer Arbeit verbracht werden, ohne dass der Junge in den Jahrgangsstufen vorrückt? In ein Gymnasium einschulen, so dass er mit pubertierenden Jugendlichen gemeinsam arbeitet?

Zum Schuljahr 2019/20 darf er in eine weiterführende Schule eintreten …