Wieder hat die Gründung der KPS den Beginn eines Schuljahres verpasst …

Nachdem das Staatliche Schulamt fast zwei Jahre keine Bearbeitung unseres Antrags vorgenommen hat, wurde im Frühjahr 2017 eine erste schulfachliche Prüfung durchgeführt – im Unterschied zu der verwaltungsfachlichen Prüfung, die von Juristen vorgenommen wird. Das Fazit dieses ersten Gutachtens ist ermutigend. Kein Punkt, der die innovative, vom Schulregelsystem stark abweichende Konzeption der KPS betrifft, findet Kritik; statt dessen aber Unsicherheit, wie im naturwissenschaftlichen Unterricht mobile Experimentiertische rechtlich zu bewerten seien …

Die verwaltungsfachliche Prüfung ist erstmals im Frühjahr 2018 angelaufen.

Schulrecht hat die wichtige Aufgabe, das Staatliche Schulsystem – zu dem als staatlich zu genehmigende bzw. anzuerkennende Schulen auch die Privatschulen gehören – zu kontrollieren. Das ist die Basis der schuljuristischen Arbeit. Kontrolle ist reagierend, nämlich auf vorfindliche oder geplante Realität. Das ist notwendig, aber nur das. Die darauf aufbauende Aufgabe, die für die Qualität eines Schulsystems entscheidend ist, ist die gestaltende schuljuristische Arbeit; also die Arbeit, die der Frage nachgeht „Wie können wir pädagogisch wünschbare Innovation rechtlich gestalten?“.

Die Formulierung des früheren Leiters des Staatlichen Schulamtes Frankfurt, Dr. Fritz Bleienstein, ging deutlich darüber hinaus: „Schulrecht hat das pädagogisch Gute möglich zu machen!“ Das pädagogisch Gute wurde in den Stellungnahmen an keiner Stelle bezweifelt. Vielleicht gelingt ja jetzt im Zuge der endlich laufenden Prüfungen auch noch diese Kooperation?