Auseinandersetzung mit dem Schulamt

Aktuell wird u.a. in diversen Online Foren die Information geteilt und diskutiert, dass die KPS sich in einer rechtlichen Auseinandersetzung mit dem Staatlichen Schulamt befinde. Zu den schulrechtlichen Beanstandungen des Staatlichen Schulamts haben wir bereits mit Unterstützung unseres Rechtsbeistands Stellung bezogen und Rechtsmittel eingelegt. Daneben aber hat die KPS auf die Beanstandungen sehr zeitnah mit substanziellen organisatorischen Maßnahmen reagiert, um ihre Kooperationsbereitschaft deutlich zu machen, und diese Kooperation findet bereits in der alltäglichen praktischen Arbeit statt.

Wir bitten um Verständnis, dass wir an dieser Stelle zu dem laufenden Verfahren nicht weiter detailliert Stellung nehmen werden. Unser Ziel ist, die Arbeit für unsere besonderen Schüler mit den Vorgaben des Schulrechts zusammenzuführen, nicht in Gegnerschaft, sondern mit dem Rat und der Begleitung des Staatlichen Schulamts. Der Rechtsstreit ist belastend für unser Kollegium, die Eltern und vor allem für unsere Schülerinnen und Schüler.

Eindrücke aus dem Unterricht

Zentrale Information für die ganze Stufe, dann Gruppenarbeit und individuelle Förderung – das ist grob gesagt unser Konzept.

Die ganze Stufe
Digital zugeschaltete Schüler*innen

Unterricht in der Teilgruppe

Naturwissenschaften sollen in der Sekundarstufe I freies Experimentieren mit Alltagsmaterialien zulassen, also mitten im Unterrichtsraum zum Selbstdenken und Selbstmachen.

Wir sind eine Tabletschule – aber wir arbeiten nicht ständig mit Tablets.

Die Kinder unserer Kolleg*innen sind öfter in der Schule – ob neu auf der Welt oder schon tüchtig zum Mitmachen.

Schulfest Sommer 2022

Es beginnt mit einem Schreck! Stromausfall im Lyoner Quartier! Das bedeutet, dass unsere Frischluftanlage nicht arbeitet, Beleuchtung und Akustik für das Theater ausfallen, die verschiedenen Bands nicht auftreten können … ratlose Eltern, enttäuschte Schüler*innen und Lehrkräfte, die traurig an die Mühen der wochenlangen Vorbereitungen denken.

Und dann fällt dem ersten Lehrer ein, dass Zuhause ein Notstromaggregat stehe, ein zweiter schließt sich an; auch er hat sein Equipment im Keller. Der Vermieter räumt eine überdachte kühle Parkfläche im Freien, spendiert Eis am Stil aus den sich aufwärmenden Tiefkühltruhen und unterstützt den technischen Aufbau.

Jetzt sah man ein Lehrerkollegium, das in Selbstorganisation die gesamte Theater- und Musikausstattungaus den Innenräumen holte, sie aufbaute und den wartenden Eltern zurief: „In einer Viertelstunde …!“ Wie immer – Improvisationen bringen Stimmung. Es wurde ein gelungenes Fest! Hier einige Eindrücke!

Abschied von unserem geliebten Stellvertretenden Schulleiter

KPS bei „Jugend forscht“ ausgezeichnet

24 teilnehmende Schüler*innengruppen, davon 7 aus der KPS. Und sie haben es alle sehr gut gemacht. Unter anderem die ersten Plätze in Arbeitswelt, Chemie und Physik. Gratulation unseren jungen Wissenschaftler*innen und unser herzlicher Dank an die unterstützenden Kolleg*innen – allen voran die Koordinatorin, Frau Marina Ipatova-Arendt. Ihre Mühe wurde belohnt; die KPS erhält den Schulpreis des hessischen Sponsorpools.

Hier der Link zur vollständigen Siegerehrung mit einer zusammenfassenden Beschreibung der Projekte.

Geschafft – die Jugend-forscht-Gruppe nach ihren Vorträgen. Von unseren zehn jungen Wissenschaftler*innen waren nur 6 live bei der Präsentation, die anderen mussten digital zugeschaltet werden. Links hinten die Koordinatorin der Gruppe, Frau Marina Ipatova-Arendt.

Hier gibt es einen Überblick über die Teilnehmenden der KPS und eine schriftliche Kurzdarstellung der Projekte.

Int. Schachturnier – die KPS Mannschaft

Bericht von Magdalena Hagel, 10 Jahre, für die Schülerzeitschrift der KPS

Impressionen aus den Projekten

Theaterwerkstatt
Mit dem Revierförster im Stadtwald, Projekt Waldsterben der Großen
Tägliche Insektenzählung im Schulgelände, Projekt Insektenforschung der Kleinen
Kunst AG, „Kunst am Bau“
Die Schachchampions der KPS beim Internationalen Schachturnier
Internationales Schachturnier

Stehpaddeln auf dem Main, Projekt Sportwissenschaften

Abitur an der KPS

Die KPS ist ein sogenanntes G9-Gymnasium, führt also in der Sekundarstufe 1 die Jahrgangsstufen 5 bis 10 und wird diese mit den Jahrgangsstufen 11 bis 13 zum Abitur fortsetzen. Die Jahrgangsstufe 11 hat nach Oberstufenverordnung insbesondere im ersten Halbjahr kompensatorische Aufgaben. Sie soll die Schülerinnen und Schüler, die aus der Sekundarstufe 1 kommen, zusammenführen mit von außen hinzukommenden Schüler*innen und einen gemeinsamen Lernstand als Ausgangsbasis für die zweijährige Qualifizierungsphase sicherstellen.

Die KPS ist eine genehmigte Ersatzschule Sek I, die mit dem Schuljahr 2022/23 die dreijährige Wartefrist, die alle Privatschulen bis zum Beginn der staatlichen Ersatzschulfinanzierung absolvieren müssen, beendet hat. Zur abschließenden Anerkennung der Schule sind zwei Jahrgänge mit Externenprüfungen erforderlich, mit denen Privatschulen nachweisen, dass sie mindestens gleichwertig mit öffentlichen Schulen ausbilden. Dieser Nachweis wird 2023 erfolgen.

Bis zur Genehmigung einer eigenen Gymnasialen Oberstufe durch das Staatliche Schulamt legen die Schüler*innen, die aus der Jgst. 10 nach Jgst. 11 versetzt werden, das sogenannte Nichtschülerabitur ab. Dies erfolgt vor dem Prüfungsausschuss eines öffentlichen Gymnasiums. Die erste Abiturientin hat im Frühjahr 2021 auf diesem Weg ihr Abitur mit gutem Erfolg bestanden.

Das Nichtschülerabitur entspricht im Ergebnis vollständig dem Hessischen Landesabitur. Im Weg dahin unterscheidet es sich. Während die Schüler*innen der öffentlichen Schulen die Hälfte ihrer Abitursnote während der vier Halbjahre der Qualifizierungsphase erbringen, haben die Schüler*innen für die Externenprüfung die Zeit bis zur Prüfung, um ihre Leistungen zu verbessern und erbringen die volle Note während der Prüfung. Diese findet in acht Fächern statt im Vergleich zur internen Prüfung, die nach den Jahren der Qualifizierungsphase nur noch fünf Fächer umfasst. Eine umfassende Information der Schüler*innen und ihrer Familie sowie eine Begleitung der Prozeduren sind im laufenden Schulbetrieb und während der Abiturvorbereitung gewährleistet. 

Das Schuljahr 2022/23 wird mit einer 4-wöchigen „Expertisierungsphase“ eröffnet. In diesen Wochen haben alle Schülerinnen der Sek I und der Abteilung Abiturvorbereitung nur fremdsprachlichen Unterricht, und zwar in den ersten und zweiten Fremdsprachen ihrer Wahl (Englisch, Französisch, Spanisch, Latein) und – sofern in den obligatorischen Fremdsprachen mindestens befriedigende Leistungen erbracht werden – wahlweise in Chinesisch und Russisch. Für die Schüler*innen in der Abiturvorbereitung haben diese Expertisierungswochen die Aufgabe, das Sprachverstehen und die Sprachflüssigkeit soweit zu unterstützen, dass sie im gesellschafts- und naturwissenschaftlichen Bereich mit bilingualen Unterricht fortsetzen können.

Hier zwei Impressionen der 6-wöchigen „Expertisierungsphase“ zu Beginn des Schuljahrs 2021/22, die in der Abiturvorbereitung ganz der naturwissenschaftlichen Forschung vorbehalten war. Ziel war, die damals von langen Lockdowns ermüdeten Schüler*innen wieder zu aktivieren, aber auch, sie  an das wissenschaftspropädeutische Arbeiten der Oberstufe heranzuführen. Rahmenthema war der „Waldzustandsbericht der Stadt Frankfurt“. Die Expertisierungsphase wurde mit einer Facharbeit abgeschlossen, die im Rahmen der Abiturvorbereitung als Leistungsnachweis dient.

Mit dem Revierförster im Stadtwald

      

Video: Zwei Lerngruppen in ihren Lerninseln

Video aus dem Lerninselraum der KPS. In den Lerninseln arbeiten die Schüler einzeln oder in kleinen Gruppen. Lehrer tragen nicht vor, sondern unterstützen die Schüler bei ihrer Arbeit. Auf diese Weise ist nach der Instruktion individuelles Arbeiten, auch mit unterschiedlichen Anspruchsniveaus möglich.
Sehen Sie sich das Video auf dropbox an.

Dropbox kostenlos downloaden

 

Was macht man nur mit diesem Kind?

Ein zierlicher Sechsjähriger erklärt mir, dass das binäre Zahlensystem die Basis 2 und das Dezimalsystem die Basis 10 habe. Zum Spaß rechnet er eine im binären Alphabet geschriebene Botschaft in beiden Systemen aus und kichert über meine Frage, ob er nun gerade rechne oder eine neue Botschaft schreibe. Er hat den Grundschulstoff in allen Fächern hinter sich gelassen und geht in die Schule, um Freunde zu treffen. Nicht immer rettet das über die sinnlose Unterrichtszeit, so dass das Leiden an der Irrelevanz von Schule immer wieder belastet.

Deutschland hat kein Angebot für dieses Kind. Die Empfehlung des befragten Schuljuristen: Das Kind regulär in die erste oder zweite Klasse einzuschulen und zu warten, was geschieht … Es könne dann der Schulpsychologische Dienst mit der Aufgabe befasst werden, das sei der rechtlich vorgesehene Weg. Der Vorschlag führte nicht zur Entlastung der ratlosen Eltern.

Ende August 2018 haben sich Fachleute aus dem Kultusministerium, dem Staatlichen Schulamt Frankfurt und dem Institut für Leistungsentwicklung (IGL) zusammengesetzt und nach einer Lösung gesucht. Ein oder mehrere Sabbath-Jahre, die mit außercurricularer Arbeit verbracht werden, ohne dass der Junge in den Jahrgangsstufen vorrückt? In ein Gymnasium einschulen, so dass er mit pubertierenden Jugendlichen gemeinsam arbeitet?

Zum Schuljahr 2019/20 darf er in eine weiterführende Schule eintreten …